28. Internationales Tennisturnier für Senioren

In Breisig setzt sich internationale Klasse durch

 

Bad Breisig.  350 Spieler zwischen 40 und 85 Jahren kämpften vom 10. bis 17. August um Spiel, Satz und Sieg beim TC Bad Breisig (Rhl-Pf.). Zum 27. Internationalen Tennisturnier für Senioren waren Spieler aus Brasilien, Holland, Kanada, den USA, Spanien, Italien, den Niederlanden, Österreich und Osteuropa  in die Quellenstadt gekommen. Neben den 10 000 Euro, die an die Erstplatzierten der 17 Einzelkonkurrenzen bei Damen und Herren ausgezahlt wurden, lockten in Bad Breisig die Punkte für die nationalen Ranglisten und die Weltrangliste. Und davon gibt es in Bad Breisig reichlich. Das Turnier ist seit 2013 das in Deutschland am höchsten kategorisierte Seniorentennisturnier.

Und folglich war auch die Besetzung erstklassig.  Sechs Weltranglistenerste und elf Deutsche Meister zählten zum auserlesenen Feld.  Zahlreiche Zuschauer fieberten am Abschlusstag mit, wie die internationale Nummer eins, Gerhard Fahlke vom TC BW Bensheim, seiner Favoritenrolle vollends gerecht wurde und den Titel in zwei Sätzen mit 6:3 und 3:0 gewann. In der Königsklasse Männer 40 präsentierte er sich von Beginn an in bestechender Form, profitierte aber auch von der Schulterverletzung seines Gegners Thorsten Teichmann (THC Hanau), der im zweiten Satz aufgeben musste. „Das hatte sich schon im ersten Satz bei mir bemerkbar gemacht. Da konnte ich nicht alle meine Kräfte abrufen. Und irgendwann muss man dann an seine Gesundheit denken“, erklärte der Unterlegene.

Bei den Frauen 40 war der Sieg von Monika Errolat aus Frankfurt mit 6:3 und 6:4 zwar auf dem Papier eine klare Angelegenheit, doch über zweieinhalb Stunden lieferte sie sich mit Astrid Obermeier aus München im längsten Match des Turniers ein sehenswertes Duell.

Gleichzeitig hatte sich das Finale der Männer 45 zur spannenden Angelegenheit auf hohem Niveau entwickelt. Christopher Blömeke (TC SCC Berlin) bestimmte das Match und sicherte sich nach Breaks gegen seinen Kontrahenten Matthias Müller-Seele (RTC Ratingen) den ersten Satz mit 6:3, doch Müller-Seele steckte den Satzverlust gut weg und hielt den zweiten Durchgang mit variablem Spiel lange in der Waage. Es kam zum Tiebreak – mit dem besseren Ende für den amtierenden Deutschen Meister Christopher Blömeke. Sein Resümee: „Ein insgesamt sehr kraft- und laufintensives Spiel mit vielen langen Bällen. Am Ende haben wirklich Nuancen entschieden.“

Bei den Frauen 45 kam es zum finalen Zusammentreffen zweier ehemaliger Kaderspielerinnen: Jurate Hardy aus Litauen traf im Finale auf die gebürtige Russin Natalia Harina-Beckmann. Wendig, agil und mit dem nötigen Weitblick hatte die Weltranglistenerste Hardy im Turnierverlauf auf sich aufmerksam gemacht – und ihren Erfolg mit einem 6:4- und 6:3-Erfolg krönen können.

Zwei Tschechinnen kamen bei den Damen 50 und 55 ins Finale. Bei den Jüngeren gewann Pavla Mrazova gegen Susanne Veismann mit 6:2 und 6:3. Bei den Damen 55+ behielt die an eins gesetzte deutsche Nationalspielerin Margret Beyer aus Andernach die Oberhand gegen Olga Markova denkbar knapp mit 7:6 und 7:5.  Bei den Damen 60 wurde die Weltranglistenerste Nora Blom aus den Niederlanden ihrer Favoritenrolle gerecht. Bei den Herren der gleichen Altersklasse gewann ebenfalls die Nummer eins der ITF, der ehemalige Tennisprofi Roger Guedes aus Brasilien. Und bei den Damen 70+ trafen mit Michele Bichon aus Frankreich und Heide Orth aus Deutschland die eins und zwei der Weltrangliste im Finale aufeinander. Die Französin gewann auch das zweite Aufeinandertreffen in  dieser Saison gegen  die erfolgreichste Spielerin in der Geschichte der ITF.

Bei den Turnierverantwortlichen des gastgebenden TC Bad Breisig fiel die Bilanz weitestgehend positiv aus. Turnierdirektor Uli Adams vom ausrichtenden freute sich bei seiner Premiere in dieser Funktion über das „internationalste und hochklassischste Starterfeld“ in der Turniergeschichte.  Nur die Wetterkapriolen hatten den Verantwortlichen das Leben hier und da schwer gemacht. „Wir mussten häufig kurzfristig auf die Hallen ausweichen. Das ging natürlich auf Kosten der Atmosphäre“, so Adams. Die Spieler lobten indes die gute Organisation: „Das war natürlich für uns Sportler ganz schön stressig mit dem Regen, aber es standen immer Shuttlebusse bereit, das Rundumpaket stimmte“, meinte etwa Thorsten Teichmann.

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